Baukultur auch für Sozialbauten / Kommentar von Isabell Jürgens

Berlin (ots) - Der Bestand an Sozialwohnungen schrumpft kontinuierlich, neue werden viel zu wenige errichtet. In Berlin ist die Situation besonders dramatisch, denn vom Ziel, mehr als 4000 Sozialwohnungen im Jahr zu schaffen, ist der Senat meilenweit entfernt. Zu Recht warnen Architekten und Wohnungsbaugesellschaften davor, der enorme Kosten- und Termindruck dürfe nicht dazu führen, dass Fehler aus früheren Hochphasen des sozialen Wohnungsbaus wiederholt werden. Vor allem die am Stadtrand errichteten Großsiedlungen hatten zwar die Wohnungsnot gelindert, zugleich aber die Ausgrenzung bestimmter Milieus und die soziale Spaltung vertieft. Das Versprechen des neuen Stadtentwicklungssenators Sebastian Scheel (Linke), die Baukultur nicht zu vernachlässigen, klingt da gut. Allerdings müssen der Ankündigung schnell Taten folgen. Pressekontakt: BERLINER MORGENPOST Telefon: 030/887277 - 878 bmcvd@morgenpost.de Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell

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