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RheinEnergieStadion, Köln | Übersicht | ||||
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Umbau
UmbauDer Umbau bei laufendem Spielbetrieb - alle 14 Tage wird das Stadion, das während der Bauphase immerhin noch 30.000 Zuschauer fasst, vom 1. FC Köln für Heimspiele weiter genutzt.
Nach der Fertigstellung werden FIFA-gerecht 52.000 Zuschauer hineinpassen. Und die sitzen dann ganz dicht am Geschehen, denn die bisherige Leichtathletik-Laufbahn fällt ersatzlos weg. Stattdessen folgt der Grundriss des neuen Stadions ganz konsequent der rechteckigen Fußballgeometrie. Nicht nur das Bauen unter Betrieb, sondern auch die Logistik auf dem relativ engen Gelände ist eine zusätzliche Herausforderung für das ausführende Unternehmen Max Bögl aus Neumarkt/Oberpfalz. Die Dimensionen des mit rund 103 Millionen Euro Baukosten veranschlagten Bauwerks sind gewaltig: 42.000 m³ Ortbeton kommen allein für Aufzüge und Treppenhauskerne zum Einsatz. Für die 27.000 m³ Fertigteile müssen 2.000 bis 2.500 Lkw-Fahrten durchgeführt werden, da die meisten Teile in Neumarkt hergestellt werden. ![]() Auf den ersten Blick fallen als Gestaltungselement die vier großen Stahlpylone auf, die das Dach des neuen Stadions tragen. Der Bauherr, die Kölner Sportstätten GmbH, eine 100%ige Tochter der Stadt Köln, hofft, dass das Stadion zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt werden wird. Die vier Stahlpylone sind von weitem bereits zu sehen und werden später durch ein spezielles Lichtkonzept zusätzlich für Aufmerksamkeit sorgen. Gesamtkosten für das neue Stadion: 135 Mio. Euro gesamt, davon 35 Mio. Euro für das Dach. Das Tragwerkskonzept sieht im Endzustand 5 eigenständige Bauteile vor. Vier Tribünenbauwerke, die jeweils in den Diagonalen durch Fugen voneinander getrennt
sind, und das Dach, das sukzessive mit den Unterbauten errichtet wird, im Endzustand allerdings als eine Einheit statisch wirksam ist. ![]() Die hängebrückenartige Dachkonstruktion ist dabei neben ihrer großen Zeichenhaftigkeit auch sehr gut geeignet für die Erstellung des Daches in einzelnen
in sich standsicheren und nutzbaren Abschnitten. ![]() Insgesamt wurden ca. 10.000 Fertigteile verbaut, die bis zu 65 t schwer waren.
Es ist Ziel des Tragwerks die Eigenfrequenz der Zahnbalken und der Stufenelemente
auf mindestens 6-7 Hz auszulegen. Diese werden nach außen abgespannt damit nur axiale Druckkräfte und keine Biegemomente entstehen. Die Abspannseile werden in Höhe der Dachfläche
umgelenkt und vertikal zum Boden geführt. Ihre horizontalen Komponenten werden durch einen Druckstab aufgenommen, der innerhalb der Dachkonstruktion die
gegenüber liegenden Abspannseile verbindet und Gleichgewicht herstellt. Dies entspricht dem klassischen System der ?Selbstverankerten Hängebrücke?. ![]() Die Gesamte Dachscheibe wird über vier Vertikalverbände horizontal gehalten. Da die Trägerseile im Scheitel fest mit der Dachscheibe verbunden sind wird so auch die Stabilisierung der Maste sichergestellt. Nur für die Bauzustände, bei noch unvollständiger Dachscheibe, werden zusätzliche, temporäre Abstützungen benötigt. Insgesamt greift das neue Fußballstadion die orthogonale Gartenarchitektur und die historischen Portalbauten sehr gut auf. Der neue Baukörper wird harmonisch zwischen die umlaufenden mächtigen Ahornalleen eingefügt. Die 4 Maste, architektonisch durch die inneren Lichtstellen überhöht, bilden eine weithin sichtbare Landmarke. |