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RheinEnergieStadion, Köln | Übersicht
Stadionumbau

Idee/Gesamtkonzept

Seit dem 15. April 2002 ist es amtlich: Köln wird einer von zwölf Austragungsorten bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 sein. Noch steht die genaue Anzahl der Spielbegegnungen nicht fest, aber die Entscheidung wurde von der Kölner Sportwelt mit Begeisterung aufgenommen. Anfang 2002 fand das letzte Spiel vor dem Umbau in alter Kulisse statt. Von der Südtribüne beginnend wird im Uhrzeigersinn pro halbem Jahr ein Bauabschnitt fertig gestellt werden. Einerseits wehmütig auf Grund der vielen schönen Erinnerungen und anderseits in Vorfreude auf den umfangreichen Umbau und die Fußballweltmeisterschaft 2006 verabschiedeten sich die Kölner mit "Tschüss Müngersdorfer Stadion, mach et joot".

Seit Mitte 2002 trägt das Stadion auch einen neuen Namen: RheinEnergieStadion. Der 1. FC Köln und die GEW RheinEnergie AG haben sich auf eine Partnerschaft bei der Namensgebung des neuen Kölner Stadions geeinigt. Das seit 1. Juli 2002 in der gesamten rheinischen Region tätige Energie- und Wasserversorgungsunternehmen hat das Namensrecht am neuen Stadion erhalten. Der Vertrag wird zunächst über sieben Jahre bis 2009 laufen, daran anschließen wird sich eine Option über ein weiteres fünfjähriges Engagement.

Idee und Gesamtkonzept des Stadionumbaus

Die Stadt Köln hat einen kombinierten Wettbewerb zum Umbau des Müngersdorfer Stadions in ein modernes, neues Fußballstadion ausgelobt. Der Siegerentwurf stammt von Prof. Volkwin Marg, Architekturbüro gmp Architekten aus Aachen. 

Dem Gesamtkonzept liegen vorrangig zwei Ideen zu Grunde: Erstens eine städtebauliche und architektonisch unverwechselbare Identität des Kölner Stadions mit einem hohen Wiedererkennungswert für die Öffentlichkeit zu schaffen, und zweitens, zusätzliche Nutzungsoptionen für einen stufenweisen Ausbau zur optimalen Vermarktung mit Kongresszentrum, Fan-Gastronomie mit Panoramablick und der Möglichkeit der schrittweisen Vermehrung der Anzahl der Logen von 50 bis hin zu 75 Logen zu entwickeln.

Eine weithin sichtbare Landmarke bilden die vier Lichttürme. Sie ragen hoch und leuchtend über den Sportpark und tragen die Tribünendächer. Neben dem Dom und dem Bogen über der Arena erhält Kölns Silhouette ein weiteres charakteristisches Merkmal, das die größte Versammlungsstätte anzeigt.

Das neue Stadion greift die orthogonale Gartenarchitektur und die Figur der historischen Portalbauten auf und bildet so ein einzigartiges Ensemble mit einer hohen Wiedererkennbarkeit. Ihre Gestalt leitet sich aus dem rechtwinkligen Zusammenspiel der historischen Portalbauten aus den 20er Jahren und der Konstruktion mit den Lichttürmen ab.
Die Hängekonstruktion mit vier Lichttürmen ist nicht nur unverwechselbar, sie ermöglicht auch eine etappenweise Tribünenüberdachung in mehreren Umbaustufen. Auch der Innenraum des Stadions wird unverwechselbar und ist nirgendwo sonst zu finden. Die Dächer schweben scheinbar über den vier Tribünen und grenzen unmittelbar an das Spielfeld an. 
Die Untertribüne verbindet die Zuschauer zu einem Ring; der hintere Ring des Daches ist geschlossen gedeckt, der vordere durchsichtig, damit der Rasen genügend Sonnenlicht bekommt. Dieser Wechsel der Dacheindeckung ist von besonderem architektonischem Reiz.
Das Raumangebot in den Tribünen lässt viel Platz für Optionen zusätzlicher Nutzungsangebote. Nach Fertigstellung des Stadions werden bis zu 51.500 überdachte Plätze zu Verfügung stehen. Die innerhalb des Stadionabschnittes Westtribüne geplanten Hospitality- und Medienbereiche konnten bereits ab der Saison 2003/04 genutzt werden. Der letzte Bauabschnitt wird die Osttribüne sein.

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