In seiner Begrüßung würdigte der Präsident der Brandenburgischen
Ingenieurkammer, Wieland Sommer, die aktiven Mitglieder, Ingenieurinnen und
Ingenieure, die in Ausschüssen und Fachsektionen engagierte und bewusste
Aufgaben übernehmen, die dem Gemeinwohl dienen und dankte für 15 fruchtbare
Jahre. "Allein davon lebt die Kammer und kann ihre Verpflichtung, Dienstleister
für die Kammermitglieder zu sein, erfüllen. Als Körperschaft des öffentlichen
Rechts erfüllt sie damit eine politische und eine berufspolitische Funktion".

Anita Tack
© Wieland Sommer
Anita Tack, Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, und
diplomierte Ingenieurin würdigte die Kammer als "höchst angesehenen und
geschätzten Partner, der nicht nur seinen Mitgliedern, sondern auch der
Landesregierung und Gesetzgebung mit Rat und Tat zur Seite steht". Sie
unterstütze und lobte die Kammer in ihrer Arbeit bei der Nachwuchsgewinnung und
ermutigte sie, "sich noch stärker den Schulen, den jungen Menschen zuzuwenden,
Universitäten und Hochschulen, die Lehrenden und die Lernenden in ihre Arbeit
einzubinden. Zeigen Sie voller Selbstbewusstsein das Spektrum der Aufgaben und
Möglichkeiten Ihres bunt gefächerten Berufsstandes."
Der Abteilungsleiter für Stadtentwicklung und Wohnungswesen im Ministerium
für Infrastruktur und Landwirtschaft, Dipl.-Ing. Jürgen Schweinberger, betonte
die wachsende Bedeutung der Brandenburgischen Ingenieurkammer in Fragen des
nachhaltigen und energiegerechten Bauens, der Bauökologie und Bautechnik sowie
die fachübergreifende Bedeutung der Kammer in ihrer gebündelten Fachkompetenz.
Dr. Ing. Jens Karstedt, Präsident der Bundesingenieurkammer erinnerte in
seiner Rede, dass die Brandenburgische Ingenieurkammer die erste Kammer war, die
vom Gesetzgeber die gesetzliche Zuständigkeit als Anerkennungsstelle für
Prüfsachverständige der technischen Gebäudeausrüstung übertragen bekam. Er
würdigte das Engagement der Brandenburger Institution bei der Harmonisierung der
auseinanderdriftenden Ländergesetzgebung im Ingenieurwesen und dankte in seiner
Funktion als Kammerpräsident Berlin für das vertrauensvolle Zusammenwirken
beider Länderkammern im Interesse aller Berufskollegen der Region
Berlin-Brandenburg.
Ehrengast Prof. Dr. Klaus Töpfer gratulierte den Brandenburger Ingenieuren
mit vergnüglichen aber durchaus vielen Wahrheiten gespickten Rede. "Wir sollten
öfter einmal lächeln und uns auf das Wesentliche besinnen. Die Rückbesinnung auf
regionale Besonderheiten in einer globalisierten Welt ist heute wichtiger denn
je. Die heutige Schnäppchenmentalität muss endlich wieder vom Anspruch an
Qualität in allen Phasen abgelöst werden. Das würde allen gut tun und viele
Probleme schneller aus der Welt schaffen," so Töpfer vor den Gästen des Abends.
Anlässlich des Jubiläums wurden für ihre Verdienste um die Brandenburgische
Ingenieurkammer aktive Ingenieure mit der Ehrennadel der Kammer ausgezeichnet:

© Wieland Sommer
Zu den Ausgezeichneten gehören: Prof. Dr.-Ing. Winfried Schütz, Dipl.-Ing.
Frank Paulick, Dipl.-Ing. Horst Bierbrauer, Dipl.-Ing. Andreas Menzel,
Dipl.-Jur. Bernd Mikosch, Dr.- Ing. Axel Rathey, RA Dipl.- Wirtsch.- Ing. (FH)
Günther Ottilie, Dipl.-Ing. Manfred Buschmann, Viola Schimmeck, Univ.Prof. Dr.
sc. techn. Klaus Hänel.
Zudem wurde die Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Dipl.-Ing. Anita Tack als Ehrenmitglied in die Brandenburgische Ingenieurkammer aufgenommen.
Prof. Dr.-Ing. Winfried Schütz mit Goldener Ehrennadel ausgezeichnet
Mit der Goldenen Ehrennadel wurde der Studiendekan Versorgungstechnik der
Hochschule Lausitz (FH) in Cottbus, Prof. Dr.-Ing. Winfried Schütz,
ausgezeichnet. Diese Ehrung erfolgte für den Aufbau des Prüflabors für
Sicherheitstechnische Gebäudeausrüstung.

Prof. Dr. Winfried Schütz an der Demonstrations-sprinkleranlage, die als Teil des Prüflabors für Sicherheitstechnische Gebäudeausrüstung eine Ausbildung mit großer Praxisnähe ermöglicht.
© Witzmann/ Hochschule Lausitz
"Die Ehrennadel wird nur an Mitglieder der BBIK vergeben. Da das Prüflabor
aber nicht durch eine Person allein aufgebaut wurde, sehe ich die Auszeichnung
als Anerkennung aller am Aufbau Beteiligten. Somit ist auch die Hochschule in
eine solche Ehrung einbezogen", erklärte Professor Schütz.
Das an der Hochschule Lausitz errichtete Prüflabor dient der Sachkundeprüfung
und Weiterbildung von Sachverständigen in den Bereichen Lüftungsanlagen,
Entrauchungsanlagen, Brandmeldeanlagen und Sicherheitstechnische Elektrische
Anlagen und selbstverständlich der studentischen Ausbildung. Derartige
Einrichtungen schützen Personen im Falle eines Brandes in Gebäuden. Sie sind
bauordnungsrechtlich vorgeschrieben und unterliegen der Pflicht der regelmäßigen
Überprüfung durch Sachverständige.
In Deutschland waren Prüfstellen für die Sachkundeprüfung angehender
Sachverständiger bisher ausschließlich in Stuttgart und Saarbrücken
eingerichtet. Die Brandenburgische Ingenieurkammer in Potsdam wurde 2003 von der
ARGEBAU (Arbeitsgemeinschaft der Bauminister in Deutschland) als dritte
Prüfstelle anerkannt. Seit 2005 steht hierfür das Prüflabor an der Hochschule
Lausitz in Cottbus zur Verfügung. Eine im März 2009 hier in Betrieb genommene
Demonstrationssprinkleranlage ermöglicht die Ausbildung mit noch größerer
Praxisnähe.
Weitere Informationen:
Brandenburgische
Ingenieurkammer BBIK
Schlaatzweg 1
14473 Potsdam
Tel.: 0331-7 43 18-0
Fax: 0331-7 43 18-30
eMail: info@bbik.de
web: www.bbik.de