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Deutscher Brückenbaupreis 2010 verliehenDie Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI haben am 15. März 2010 in Dresden den "Deutschen Brückenbaupreis 2010" vergeben.
Die Stadthafenbrücke Sassnitz (Insel Rügen) und die Elbebrücke Mühlberg (Landesgrenze Brandenburg/Sachsen) sind die Gewinner. Als maßgeblich verantwortliche Ingenieure wurden Dipl.-Ing. Wolfgang Eilzer sowie Prof. Dr. Mike Schlaich und Dipl.-Ing. Andreas Keil ausgezeichnet. ![]() Sechs herausragende Brücken waren in der engeren Auswahl für den Deutschen Brückenbaupreis 2010. Jeweils drei Bauwerke aus den Kategorien "Straßen- und Eisenbahnbrücken" sowie "Fuß- und Radwegbrücken" wurden aus insgesamt 27 Wettbewerbsbeiträgen von einer Jury namhafter Brückenexperten ausgewählt, teilten die Auslober, Bundesingenieurkammer (BIngK) und Verband Beratender Ingenieure (VBI), mit. Laudatoren waren die Präsidenten der BIngK und des VBI, Dr.-Ing. Jens Karstedt und Dr.-Ing. Volker Cornelius. Hauptredner Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär im BMVBS, betonte in seiner Ansprache den Zusammenhang von Baukultur und innovativen Ingenieurleistungen. Mit dem Brückenbaupreis will die Bundesregierung auf die Bedeutung von Brücken und ihren Erbauern hinweisen. Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, lobte den Beitrag des Brückenbaupreises zur Förderung der Baukultur in Deutschland. "Wir hoffen, dass der Preis Ansporn und Motivation für Planer und Ausführende, aber auch für die Bauherren und Finanzierungsgeber künftiger Brückenbauprojekte ist, durch innovative Ideen ein Optimum aus Wirtschaftlichkeit, Gestaltung und Funktionalität zu finden." Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" Elbebrücke Mühlberg Mit der neuen, 700 m langen Elbebrücke bei Mühlberg wurde eine schwierige Aufgabe gut gelöst. Das inzwischen als "Auge von Mühlberg" bekannte Bauwerk überzeugt dank der gelungenen Kombination aus schlichter Eleganz und innovativer Konstruktionsidee. Dank der im Strombereich dadurch möglichen Stützweite von 144 m erfüllt die neue Elbequerung auch die ökologischen Vorgaben optimal. Begründung der Jury Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken" Seebrücke Saßnitz Die neue Seebrücke Saßnitz - Balkon zum Meer - überzeugt durch die gelungene Kombination von Form und Funktion. Durch Optimierung der Konstruktion entstand eine effiziente Tragwirkung, die zu einer extremen Schlankheit des Überbaus führt. Mit ihrem weit gespannten, kühnen Schwung über 22 Meter Höhenunterschied hinweg erfreut die neue Brücke Betrachter wie Benutzer. Eine Publikation von Wilfried Dechau zur Bau-Geschichte der Brücke in Sassnitz erschien im Juli 2007 im Ernst Wasmuth Verlag. Begründung der Jury Nominiert waren außerdem:
Muldebrücke bei Wurzen Rügenbrücke (Strelasundquerung) Die neue Rügenbrücke ist ein insgesamt harmonisch gestaltetes Bauwerk, das trotz seiner beträchtlichen Größe eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlt. Von den Stralsundern wurde die Brücke bei der Verkehrsfreigabe sofort als neues Wahrzeichen der Stadt gefeiert. Ihre einem Großsegler nachempfundene Gestalt ist im Hinblick auf das mittelalterliche Stadtbild der durch den Unesco-Weltkulturerbe-Status geschützten Hansestadt gut gelungen. Begründung der Jury Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken" Altmühlbrücke Eichstätt Die Geh- und Radwegbrücke über die Altmühl im bayerischen Eichstätt überzeugt durch ihre zurückhaltende Eleganz. Damit zeigt das anmutige Bauwerk, dass auch aus kleinen Bauaufgaben durch innovative Ideen und konsequente Durchgestaltung konstruktiv wegweisende Bauwerke entstehen können. Begründung der Jury Hafenbrücke Bremerhaven Die neue Brücke verbindet nicht nur die Stadt Bremerhaven mit den Sehenswürdigkeiten am Alten Hafen, die gläserne Stahl- und Glasröhre entpuppt sich zugleich als begeh- und drehbare Skulptur. Besonders gelungen ist dabei die stimmige Verknüpfung von Maschinentechnik und Baukonstruktion. So werden die Drehbewegungen zum Öffnen des Bauwerks für Schiffsdurchfahrten zum Erlebnis für Anwohner und Besucher. Begründung der Jury Der Deutsche Brückenbaupreis wird von BIngK und VBI alle zwei Jahre vergeben, um den Beitrag der Ingenieure zur Baukultur stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der Preis dient der Auszeichnung kreativer Ingenieurleistungen in der Königsdisziplin des Ingenieurbaus. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) unterstützt und fördert den Deutschen Brückenbaupreis als Schirmherr im Rahmen der Initiative Baukultur. Hauptsponsor ist die Deutsche Bahn AG. Weitere Informationen: |